Brautenten (Aix sponsa)

Aussehen der Brautenten

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Brautenten (Aix sponsa)
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Brautenten (Aix sponsa) erreichen eine Größe von 44 cm - 51cm. Die Erpel der Brautente können bis 700 g schwer werden, Enten dagegen nur bis 600 g. Brautenten gehören wie die Mandarinenten zu den Glanzenten. Brautenten sind etwas kleiner als Stockenten.

Wie bei den Mandarinenten sind die Geschlechter bei den Brautenten total unterschiedlich gefärbt. Während die Weibchen eher graubraun sind, haben die Erpel ein leuchtend buntes Gefieder. Das Weibchen der Brautente hat große Ähnlichkeit mit dem Weibchen der Mandarinente. Die Mandarinentenweibchen sind an den Flanken grober rundgefleckt. Außerdem ist der Augenring bei den Mandarinentenweibchen schmaler.

Die Weibchen der Brautente sind etwas größer als die der Mandarinente und haben eine etwas dunklere Gefiederfärbung. Die weibliche Brautente hat einen purpurgrünen Glanz auf dem Rückengefieder sowie einen leicht grünlichen Kopf. Außerdem ist bei den Brautentenweibchen der Schwanz länger.

Auch die Küken beider Arten ähneln sich in der Farbgebung sehr. Brautentenküken sind aber größer und in der Gefiederfärbung etwas blasser als Mandarinentenküken.

Brautenten haben mit 12,3 mm Durchmesser die größten Augen aller Wasservogelarten.

Lebensraum der Brautenten

Brautenten (Aix sponsa) haben ihr natürliches Verbreitungsgebiet in den USA und Nordkanada. Dort lebt die Brautente an Seen, die von Wäldern umbegen sind. Brautenten sind sehr geschickte Flieger, die auch dichte Wälder geschickt durchfliegen können.

Anfang des 20. Jahrhunderts gingen die Bestände in Nordamerika stark zurück, so das man befürchtete, dass die Brautenten aussterben würden. Durch umfangreiche Schutzmaßnahmen erholte sich der Bestand wieder, so dass die Brautente heute in ihrer Heimat zu den häufigsten Entenarten zählt.

Brautenten sind sehr winterhart. Da sie zudem ortstreu sind, werden sie nicht selten freifliegend gehalten. Dadurch kommt es vor, dass sie sich auch mal in die freie Natur aufmachen. So kann man hier und da auch mal wild lebende Brautenten beobachten.

Nahrung der Brautenten

Brautenten fressen fast alles, was ihnen vor den Schnabel kommt. Ihre Nahrung richtet sich nach dem jeweiligen Nahrungsangebot. So werden Samen, Früchte, Wasserpflanzen und Wirbellose gefressen. So spielen Käfer, Spinnen, Grashüpfer, Ameisen, Grillen und Fliegen eine wichtige Rolle bei eierlegenden Weibchen und heranwachsenden Jungenten. Eicheln haben auch eine recht große Bedeutung für die Ernährung der Brautenten.

Außerdem fressen sie die Samen der echten Sumpfzypresse, Hickories, Buchen, Peltandra, Stechpalmen, Teichbinsen, Seerosen und Weinbeeren. Auch kleine Fische werden von den Brautenten gelegentlich gefressen.

Bis zur 6. Lebenswoche überwiegt die tierische Kost bei den Küken der Brautenten. Dazu zählen frisch geschlüpfte Zuckmücken sowie Larven von Libellen und Eintagsfliegen.

Brautenten suchen am intensivsten in den frühen Morgenstunden oder späten Nachmittagsstunden nach Nahrung. Dann durchschwimmen sie ihr Gewässer und picken die Nahrung, die auf der Wasseroberfläche schwimmt einfach auf. Da sie nur einen relativ schmalen Schnabel haben, der noch dazu wenige Lamellen hat, durchseihen sie das Wasser nur selten. Manchmal gründeln oder tauchen sie auch nach Nahrung.

Vermehrung der Brautenten

Die Balz der Brautenten beginnt 6 - 7 Monate vor der Brutzeit. In dieser Zeit finden sich die Paare und es kommt zu ersten Kopulationen. Die Balz findet meist auf dem Wasser statt. Brautenten haben eine recht lange Paarbindung. Der Erpel bleibt bis zum Brutende beim Weibchen. Er bewacht das Weibchen und das Gelege vor Fressfeinden und vor anderen Erpeln. Dadurch stellt er sicher, dass das Weibchen während der Brut nicht gestört wird und das Nest aufgibt.

Brautenten brüten am liebesten in hohlen Bäumen in der Nähe von Gewässern. Dabei nutzen sie oft verlassene Nisthöhlen von Spechten. Aber auch Nistkästen werden gern angenommen, wenn sich nichts anderes findet.

Die Ente legt jeden Tag ein weißes Ei. Die Eier sind ca. 5 x 4 cm groß. Sie werden nach der Ablage mit Nistmaterial bedeckt. Das schützt vor eventuellen Feinden und vor Temperaturschwankungen. Im Laufe der Legezeit kommen immer mehr Daunenfedern des Weibchens dazu. Ein Gelege umfasst 10 - 12 Eier.

Geht mal ein Gelege verloren, dann kommt es in der Regel zu einem Nachgelege. Das Weibchen brütet allein, während der Erpel den Eingang der Nisthöhle bewacht. Die Ente verlässt 2 mal am Tag das Gelege um zu fressen und zu baden.